Investmentbanken unterliegen vom Grundsatz her nicht der strikten Kontrolle der Bankenaufsicht wie beispielsweise Commercial Banks in den USA. In Deutschland gibt es aber in der Regel keinen Sonderstatus für Banken, die sich auf Investment-Geschäfte konzentrieren. Ohnehin hatten alle größeren Institute nach der Finanzkrise 2008 auf ihren rechtlichen Sonderstatus verzichtet, um einer Verschlimmerung der Krise entgegenzuwirken und dem Staat als Bedingung die Möglichkeit zu geben, mit Finanzspritzen risikobehaftete Investitionen aufzuwiegen. Eine Investmentbank erfüllt viele Aufgaben von normalen Banken, beschäftigt sich aber hauptsächlich mit großen Kapitalgeschäften und arbeitet für Unternehmen. Sie kann auf dem Primärmarkt Emissionen von Fremd- und Eigenkapital generieren und tätigt Vermittlungsleistungen zwischen Kapitalgeber und Unternehmer.
Sie beschäftigt sich weiterhin auf den Sekundärmärkten mit der Beratung und der Ausführung von Handelsordern des Kunden auf dem Wertpapiermarkt und übernimmt auch deren Vermögensverwaltung. Neben diesen Aufgaben und einfacheren Bankgeschäften gibt es sowohl Investmentbanken, welche sich auf den weltweiten Wertpapier- und Finanzhandel konzentrieren, als auch solche, die eher Beratungsdienstleistungen anbieten. Eine Bewertung der besten Banken hinsichtlich der Beratungsqualität findet man sowohl im Internet als auch in Fach- und Wirtschaftsmagazinen. Wobei hier gilt, dass man als Privatanleger normalerweise keine große Investmentbank in Anspruch nehmen wird, um Kapital anzulegen oder sich in Anlagefragen beraten zu lassen.
Normalerweise sind die Banken für große Unternehmen gedacht, die sie auch unterstützen wenn diese Geld brauchen, um sich in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Der Ruf von Investment Banking hat sich seit der Finanzkrise 2008 stark verschlechtert, wobei viele Institute nachvollziehbare und auch sinnvolle Geschäfte abgeschlossen haben, die aber trotzdem davon betroffen waren.